NEWS | WASSER FÜR WASSER (WfW)
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WATER FLOWS. WATER CONNECTS.

Bei WfW sprechen wir oft über Wasser, dessen gerechte Verteilung, dessen Schutz und über den sicheren Zugang dazu. Dabei arbeiten wir aber nicht nur mit Wasser als Ressource, sondern auch mit Wasser als unbändiges Bindeglied. Wasser verbindet in all seinen Formen und Farben. Deswegen kommen wir bei unseren Projekten immer auch in Kontakt mit Menschen. Wir lassen uns von ihnen inspirieren, greifen ihre Geschichten auf und interessieren uns für ihre Perspektiven. Leider bleiben viele dieser Geschichten ungeschrieben, viele dieser Perspektiven ungehört. Doch hier hören wir zu. Lausche mit uns den Geschichten der «Wasserverbundenen».

30. November 2022


Bonface Sichone

Gemeinschaftsmanager - LWSC

Bonface Sichone hat ein Jahrzehnt voller Geschichten zu erzählen, denn er arbeitet als Community Manager für die Lusaka Water Supply & Sanitation Company (LWSC). Das Wasserversorgungsunternehmen ist für die Wasserversorgung der Hauptstadt und damit für die Planung, die Umsetzung, den Betrieb und die Wartung des Versorgungssystems in den WfW-Projektgebieten zuständig.

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Mit seinem Master-Abschluss in Sozialarbeit möchte Bonface Sichone einen Raum schaffen, um Menschen zu beraten, sie zu unterstützen und ihnen einen Ort zu schenken, an dem sie sich austauschen und verbinden können.

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«Mein Job ist eine Berufung. Er erfüllt mich und macht mir Freude.»

Bonface Sichone

Wenn er auf all die Jahre zurückblickt, sind es das Gefühl die Menschen Glück verspüren zu lassen und ihre Freude an seiner Arbeit zu sehen, die ihn am Laufen hielten und es noch heute tun. «Bei LWSC kümmern wir uns um eine Menge sozialer Probleme», erklärt er und zeigt dabei Eifer und Engagement. «Die Menschen sind von unserer Arbeit begeistert, denn sie bedeutet, dass sie kein Wasser mehr aus privaten, unbehandelten Bohrlöchern holen müssen und dass sie von einem sicheren Wasserzugang und weniger Gesundheitsproblemen profitieren.»



Amélia Mulhui

Seifenproduktion

Amélia Mulhui ist eine Frau, deren Gesichtsausdruck ein immerwährendes Lächeln zu beschreiben scheint, während sie ihre positive Einstellung der Welt gegenüber verbreitet. Amélia war in der Gastronomie tätig, bevor sich unsere Wege kreuzten, als sie bei der Seifenproduktion "YAKOKO" einstieg.

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WfW ist seit 2018 in Maputo aktiv und führt Projekte zur Förderung von Sanitärversorgung und Hygiene durch. Zu diesem Zweck haben wir eine Zusammenarbeit mit einem in Maputo ansässigen Seifen-Start-up begonnen. Im Laufe der Jahre intensivierte sich diese Verbindung, und heute betreibt WfW das Start-up als Social Business, mit dem wir bereits über 100'000 Seifen an Grundschulen verteilt haben. Auf diese Weise produzieren und vertreiben wir nun unsere eigenen Kokosölseifen «YAKOKO». Auf diese Weise stärken wir nicht nur die lokale Wertschöpfungskette, sondern auch aktiv den Hygieneaspekt unserer WASH in schools Projekten. Und Amélia war die perfekte Ergänzung, als wir eine Stelle in unserer Seifenproduktion frei hatten.

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«Seife ist von grosser Bedeutung. Wir brauchen sie für die einfachsten und gleichzeitig wichtigsten Aufgaben.»

Amélia Mulhui

In ihrer Funktion als Produktionsleiterin lernte sie die Abläufe der Seifenherstellung kennen. «Am Anfang habe ich neuen Mitarbeitern den Prozess vorgestellt, weil ich eine der wenigen war, die wusste, wie alles funktioniert.» Im Laufe der Zeit wurde die Arbeitsverteilung neu organisiert, und Amélia erzählt stolz von der kollegialen Atmosphäre und der Arbeit im Team. «Es ist nicht unsere persönliche Arbeit. Jeder arbeitet dort, wo er gebraucht wird.»


Amélia lebt mit ihren beiden Söhnen - acht und vier Jahre alt - zusammen. Ihr Traum ist es, das Unternehmen wachsen und sich in anderen Ländern entwickeln zu sehen.


Gilbert Fisch

WfW Supporter und Fundraiser

Sport verbindet. Wasser verbindet. Und Gilbert verbindet. Er verbindet die Leidenschaft für den Sport mit dem Drang, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Als Gründer der Stiftung Summits4Hope unterstützt Gilbert Fisch WfW seit vielen Jahren massgeblich.

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Bekannt ist er auf seinem Rennrad, einen gelben Kanister auf den Rücken geschnallt, mit dem er und sein Team von "Charity Riders" auf die globalen Wasserprobleme aufmerksam machen. Auf diese Weise legen sie bis zu 944 Kilometer und 13'000 Höhenmeter zurück, um Spenden zu sammeln, die in die Zukunft investiert werden können.

Fest überzeugt von Nelson Mandelas Worten, dass Bildung die mächtigste Waffe ist, um die Welt zu verändern, engagiert sich Gilbert für Kinder und ihre Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Er unterstützt WfW mit einem Schwerpunkt auf WASH-Projekten an Schulen in Mosambik, wobei das derzeit von Summits4Hope unterstützte Projekt eine Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Hygienesituation an der Grundschule Inhaca Nkalane, Maputo, zum Ziel hat.


Gilbert Fisch Summits4 Hope

«Sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene verbessern den Schulbesuch drastisch, insbesondere bei Mädchen.»

Gilbert Fisch


Mischek Salifyanji

Klempnerstudent am LVCT.

Erinnerst du dich an das Lusaka Vocational and Technical College (LVCT) aus der ersten Folge? Damals lernten wir Rose Lyungame kennen, die an dem Institut unterrichtet. Heute wechseln wir die Perspektive. Tauche mit uns in die Geschichte eines jungen Wasservisionären ein:

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Mischek Salifanji studiert im 2. Jahr Klempner an der LVCT, einer Einrichtung, mit der WfW seit 2013 zusammenarbeitet und die bereits über 600 Studenten bei der Absolvierung einer wasserbezogenen Berufsausbildung unterstützt hat. Mischek erklärt, dass er bereits grosse Schritte für seine Zukunft plant: «Nach meinem Abschluss möchte ich eine Baufirma gründen.» Mit klug gewählten Worten erklärt er, dass er bereits dabei ist, andere Gleichaltrige zu motivieren, wasserbezogene Kurse zu belegen. Er hofft, dass sie in den Kursen, die ihm gefallen, die gleiche Inspiration und den gleichen Antrieb finden werden. Mit der vagen Vision, sie nach ihrem Abschluss als Partner und Mitarbeiter in sein Unternehmen einzubinden.

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«Das Leben ist, was man daraus macht. Es ist wichtig, der Welt zu zeigen, dass man da ist.»

Mischek Salifyanji

Mischek begann sein eigenes Studium mit einer Ausbildung zum Energieelektroniker, beschloss dann aber, dass er sich mehr Kompetenzen im Bereich der Klempnerei aneignen will, und bewarb sich 2021 für die Klempnerausbildung. Er durfte feststellen, dass es für ihn persönlich eine gute Entscheidung war, den Studiengang zu wechseln: «Ich schätze es, dass ich die Ausrüstung am LVCT nutzen und davon profitieren kann. In meinem ersten Studiengang hatte ich diese Möglichkeit nicht.»



Madalena Garido Singano

WASH Aktivistin

Als WASH-Aktivistin beginnt Madalena Garido Singano ihren Arbeitstag zweimal pro Woche in Grundschulen. Sie beginnt um 7 Uhr morgens und leitet die Kinder beim täglichen Händewaschen an, bevor sie die Klassenzimmer betreten. Madalena arbeitet mit der gemeindebasierten Organisation ADJUPIS und liebt die Arbeit mit Kindern. «Ich mag es, mit Kindern zu arbeiten, ihnen beizubringen, wie man sich richtig die Hände wäscht, ihnen zu erklären, warum man Müll nicht auf den Boden wirft, und über die Bedeutung dieser Themen zu sprechen.» Die von Madalena besuchten Schulen werden von WfW durch die Verbesserung der sanitären Infrastruktur unterstützt, was es über 6'200 Schüler*innen von Grundschulen in Maputo erlaubt von einem verbesserten Lernumfeld profitieren zu können.

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Nach Abschluss der 12. Klasse zog die 22-Jährige von Beira, wo sie geboren wurde, nach Maputo, der Hauptstadt von Mosambik. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits mit ADJUPIS vertraut und wurde der Organisation später von einem Freund empfohlen. Sie begann mit Sensibilisierungskampagnen für die Gesundheit in Bairros und wechselte im Dezember 2021 zur WASH-Aktivistin.

«Ich denke, dass meine Arbeit sehr wichtig ist, weil sie nicht nur den Kindern hilft, sondern der ganzen Gesellschaft, da Hygiene in jedem Bereich unseres Lebens eine Rolle spielt.»

Madalena träumt davon, eines Tages Polizistin oder Lehrerin zu werden. Sie erklärt, dass die Kombination aus der Arbeit mit Kindern und einer der wertvollsten und wichtigsten Ressourcen überhaupt - dem Wasser, das uns alle durchströmt und uns alle verbindet - ihr viel Freude bereitet.


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«Ich arbeite gerne mit Kindern, weil sie mir Dinge beibringen, die mir Erwachsene nicht beibringen können.»

Madalena Garido Singano


Rose Lyungame

Lehrerin für Wasserversorgung und Abwasserreinigung (WASSOP) an der LVCT

Was als spontaner Vorschlag ihres Onkels begann, hat sich zu einer leidenschaftlichen Karriere entwickelt. Rose Lyungame begann als Studentin am Lusaka Vocational and Technical College (LVTC, Bild 2 Mitte), heute ist sie Lehrerin am LVTC (Bild 3) und gibt ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Begeisterung für Wasserbetriebe weiter.

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Als sie im November 2015 nach Lusaka kam, war sie unsicher, was sie tun sollte. Sie schrieb sich an der LVCT ein, wusste aber nicht genau, was die verschiedenen Kurse beinhalten würden. Sie vertraute einzig und allein darauf, dass der Vater auf der Bank neben ihr, der zu seiner Tochter sagte: «Das ist ein guter Kurs», Recht behalten würde. Sie kannte niemanden, aber im Eifer, mit dem die Lehrpersonen ihrer Arbeit nachgingen, fand sie Begeisterung für die Kurse. Sie lernte, studierte ihre Notizen und liebte ihre Kurse, die Umgebung und die Atmosphäre.

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«Ich glaube, das Unterrichten ist mir angeboren.»

Rose Lyungame

Es war das Wasser, das Rose den Weg zur Lehrerin ebnete, während sie einzig darauf bedacht war, ihrer Intuition zu folgen. Und es ist das Wasser, das Rose mit uns und ihren Schüler*innen verbindet. «Ich glaube, das Unterrichten ist mir angeboren». Es sind die Verbindung ihres Wissens über den blauen Schatz mit der Vision eines gleichberechtigten und sicheren Zugangs zu Wasser für alle, die Rose inspirieren. Das Gefühl, den Menschen zu vermitteln, was sie versteht, was sie gelernt und erworben hat.



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