Projekte Afrika | WASSER FÜR WASSER (WfW)
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MANAGEMENT DER WASSERVERSORGUNG IN LINDA

In Linda, einem Stadtteil 30 Minuten ausserhalb des Zentrums der sambischen Hauptstadt Lusaka, verfolgt WfW das Ziel, den Zugang zu Wasser für alle Bewohner*innen sicher, fair und durchgängig verfügbar zu gestalten.

WfW investiert deshalb nicht nur in die bauliche Infrastruktur, sondern auch in die operativen Management-Strukturen der lokalen Wasserversorgung. Ziel ist es, für alle Bewohner*innen des Stadtteils ein selbsttragendes und nachhaltiges Wasserversorgungssystem mit hohem Service-Level aufzubauen, um so deren Lebensqualität zu verbessern.


AUSGANGSLAGE: STADTTEIL LINDA

Linda ist ein schnell wachsendes peri-urbanes Quartier im Süden von Lusaka, Sambia, in welchem WfW seit 2014 arbeitet.

Mit dem Bau von acht Wasserkiosken hat WfW bereits einen wesentlichen Beitrag zur systematischen Wasserversorgung des Quartiers geleistet.

Nun gehen wir einen Schritt weiter: Durch die Einführung von festgelegten Management-Strukturen sollen in Linda Lösungen für bestehende Schwierigkeiten in Bezug auf die verfügbare Wasserqualität und -quantität entstehen – mit dem Ziel, eine faire und professionelle Wasserversorgung für alle Bewohner*innen des Stadtteils aufzubauen.

Wf W Info Grafik Sambia Karte Lusaka 2022 DE Linda

50'000 Bewohner*innen (Schätzung Februar 2018)

CHF 2 durchschnittliches Einkommen pro Tag

Wasserversorgung durch 523 Haushaltsanschlüsse und 14 Wasserkioske


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Planung Wasserversorgungssystem in Linda, Lusaka, WfW, 2016

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Wasserkiosk in Linda, Lusaka, WfW, 2016

WIRKUNG: PROFESSIONELLES WASSERVERSORGUNGSSYSTEM

1

Klärung und Formalisierung von Verantwortlichkeiten und Abläufen durch die Einführung eines «Delegated Management Models» (DMM)


2

Stärkung der Vernetzung zwischen Bevölkerung und Wasserversorgungsgesellschaft


3

Bau und Ausrüstung des lokalen Kund*innencenters sowie Aufbau eines operativen Teams


LOKALES WASSERVERSORGUNGS-MANAGEMENT

Um in Linda ein nachhaltiges, selbsttragendes Wasserversorgungssystem aufzubauen, braucht es neben baulichen Massnahmen für die Wasserzugänge auch eine Formalisierung der operativen Tätigkeiten und Verantwortungsbereiche der Wasserversorgung. Deshalb haben WfW und WSUP (Water & Sanitation for the Urban Poor) in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und der lokalen Wasserversorgungsgesellschaft ein «Delegated Management Model», kurz DMM, eingeführt.

Das DMM wurde schon in weiteren vergleichbaren strukturell benachteiligten Stadtteilen eingeführt und konnte den Austausch des städtischen Wasserversorgers mit der Bevölkerung stärken, indem die Koordination der lokalen Wasserversorgung ausgebaut und strukturiert wurde.

In Linda wird ein lokales Kund*innenencenter, eine Aussenstelle des städtischen Wasserversorgers LWSC, als praktische Anlaufstelle für die Kund*innen vor Ort aufgebaut, um so unnötige Mehraufwände und erschwerte administrative Abläufe zu verbessern.

Mit dem Bau dieses Kund*innencenters und der Formalisierung von Abläufen sowie Verantwortlichkeiten soll nicht nur die Zufriedenheit der Konsument*innen gesteigert werden können, sondern auch eine vom städtischen Wasserversorger finanziell unabhängiges Kostencenter geschaffen werden.

Ein professionelles Wasserversorgungssystem soll nicht nur kostendeckend wirtschaften, sondern auch ein hohes Service-Level der Wasser- und Abwasserversorgung anstreben. Diese beiden Faktoren waren in Linda zentral.

BAU DES KUND*INNENCENTERS

Anfang 2020 wurde in Linda das neugebaute Kund*innencenter als lokale Aussenstelle des städtischen Wasserversorgers LWSC und offizielle Anlaufstelle für die Konsument*innen eröffnet.

Mit dieser physischen Präsenz des Wasserversorgers können die Bewohner*innen unkompliziert direkt im Quartier mit der Dienstleisterin in Kontakt treten und Rechnungen begleichen.

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AUFBAU DES OPERATIVEN TEAMS

Ende 2021 hat das operative Team des Centers einen wichtigen Meilenstein erreicht: In den letzten Jahren haben sich die Einnahmen aus der Wasserversorgung aufgrund der steigenden Zahl an Haushaltsanschlüssen verzehnfacht. Die Infrastruktur ist damit selbsttragend.

Diese gestiegenen Einnahmen widerspiegeln die Zufriedenheit der Bewohner*innen mit der Wasserversorgung. Über diesen Erfolg freuen sich sowohl das Team als auch die Konsument*innen:

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Der Leiter des Kundencenters, Moses Kasongo, bei seiner täglichen Arbeit im Büro.


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Kassiererin Gertrude Munthali bei der Abwicklung einer Transaktion mit einem Kunden.


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Bewohner Loyd Manda begleicht seine Wasserrechung am Schalter.


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Die Sanitärinstallateure Mundia Likolo und John Phiri (1. und 6. v. l.) sowie Albert Mulungu, Vertreter der Quartiervereinigung, (1.v. r.) sind feste Bestandtteile des operativen Teams.


ZUSAMMENARBEIT MIT STAKEHOLDERN

Lwsc

Lusaka Water Supply & Sanitation Company (LWSC)

Die Wasserversorgungsgesellschaft der Provinz Lusaka ist mit dem amtlichen Mandat für die Wasserver- und Abwasserentsorgung beauftragt. Bei der Einführung des Management Models war die LWSC bei der Implementierung des Kundencenters und den neuen Strukturen involviert.


Wsup

Water & Sanitation for the Urban Poor (WSUP)

WSUP ist eine britische Multisektoren-Organisation mit lokalen Büros in Sambia und weiteren afrikanischen Ländern. Zusammen mit WfW hat WSUP in Linda die Entwicklung der Management-Konzepte kreiert und ist für die Koordination aller Massnahmen zuständig.


WfW UNTERSTÜTZEN

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WEITERSTÖBERN

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Wie WfW den Wasserzugang in Sambia und Mosambik ermöglicht.
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Luke bei der Arbeit. WASSER FÜR WASSER (WfW).

WfW DOCUMENTARY

Der 18-minütige Film von Christian Johannes Koch porträtiert unsere Arbeit in der Schweiz und in Sambia.