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WfW-Wasserkiosk in Linda, Lusaka / Gareth Bentley, WSUP

PROJEKT LINDA

Linda ist ein kleines sehr schnell wachsendes Stadtrandgebiet. Von 2014 bis 2016 half WfW mit, die Trinkwasserversorgung systematisch zu verbessern. Von den neuen Bohrlöchern, dem Leitungswassersystem und den 8 Wasserkiosken profitieren rund 20'000 Menschen.


AUSGANGSLAGE

Der schnellwachsende Compound Linda liegt 30 Minuten ausserhalb des Stadtkerns von Lusaka. Die Wasserversorgung funktioniert autonom über quartiereigene Bohrlöcher, Tanks und Leitungen. Allerdings ist sie dem steigenden Bedarf nicht gewachsen. Wasser gibt es nur wenige Stunden pro Tag, mit wenig Druck oder gar nicht. Viele BewohnerInnen müssen weite Distanzen gehen, um überhaupt an Wasser zu kommen oder bei privaten Verkäufern hohe Preise bezahlen.


Compounds

EinwohnerInnen
Rund 50'000 (Stand Februar 2018)

Wasserversorgung
21 Kioske für 45'000 Menschen, private Bohrlöcher für 5'000 Menschen (Stand Februar 2018)

Non-Revenue Water
25%-40%


MASSNAHMEN

Vom Bau von Leitungslöchern und Leitungen über den Anschluss von Wasserkiosken bis hin zur laufenden Sensibilisierung der Bevölkerung hat WfW zusammen mit Partnerorganisationen diverse Massnahmen für einen verbesserten Wasserzugang vorgenommen. Der Projektbericht zeigt alle vorgenommenen Massnahmen und weitere Informationen zum Bericht.

Bau Linda
Bau von Wasserleitungen in Linda, Lusaka / Lior Etter, WfW

BAU VON BOHRLÖCHERN UND LEITUNGEN

Geophysikalische Untersuchungen in Linda haben drei Standorte für neue Bohrlöcher ergeben. Bis November 2015 wurden an zwei dieser Orte Bohrlöcher ausgehoben. Für die Leitungen wurden langjährig haltbare und stabile PE 100-Rohre verwendet.

New Water Kiosk  Linda2
WfW-Wasserkiosk in Linda, Lusaka / Gareth Bentley, WSUP

ANSCHLUSS VON WASSERKIOSKEN

Insgesamt wurden acht Wasserkioske an das Leitungssystem angeschlossen. Diese sind an zentralen Schnittstellen gebaut, um möglichst viele Menschen zu erreichen und Distanzen, die zurück gelegt werden müssen, kurz zu halten.

Sensiblisierung Linda
Sensibilisierungsaktivitäten in Linda, Lusaka / Lior Etter, WfW

SENSIBILISIERUNG

WSUP und LWSC involvierten die Bevölkerung über ein Task Team von Anfang an in das Projekt. Während der Bauarbeiten machte die LWSC mit Tür-zu-Tür-Besuchen und zahlreichen Meetings auf die Kioske aufmerksam und sensibilisierte für Hygiene. Zusätzlich wurden die Kioske von lokalen Künstlern bemalt, um auf angemessene Hygienestandards aufmerksam zu machen.

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Ausbildung von Wasserverkäuferinnen in Linda, Lusaka / Lior Etter, WfW

AUSBILDUNG DER VERKÄUFERINNEN

Die LWSC leitete die Ausbildung der WasserkioskverkäuferInnen in der Handhabung des Verkaufs und der Wartung des Kiosks. Für die VerkäuferInnen besteht dadurch die Möglichkeit, ihr Einkommen zu verbessern.

PARTNER

Lwsc

Lusaka Water & Sewerage Company

Die Wasserversorgungsgesellschaft ist dem Stadtrat von Lusaka unterstellt und mit der Wasserversorgung der Hauptstadt beauftragt. Für die 35 ärmsten und infrastrukturell am wenigsten erschlossenen Gebiete der Hauptstadt ist die peri-urban Abteilung von LWSC zuständig. Diese Abteilung ist somit für die Planung und Realisierung sowie den Betrieb und Unterhalt des Versorgungssystems in den WfW-Projektgebieten verantwortlich.


Logo WSUP. WASSER FÜR WASSER (WfW).

Water & Sanitation for the Urban Poor

WSUP ist eine britische Multi-Sektor-Partnerschaft und in sieben afrikanischen Ländern aktiv. Das Ziel von WSUP ist es, in Zusammenarbeit mit städtischen Wasser- und Abwasserversorgern finanziell nachhaltige und zahlbare Versorgungssysteme für arme Stadtgebiete zu ermöglichen. WfW arbeitet direkt mit WSUP Zambia zusammen. WSUP übernimmt einerseits die Rolle der Mittlerorganisation zwischen WfW und LWSC, andererseits das Monitoring und Controlling der Projekte. Darüber hinaus ist WSUP in der Konzeption und Koordination der von WfW finanzierten Projekte involviert.


ERFOLGE

1

2 Bohrlöcher, 4km Leitungen und 8 Wasserkioske finanziert


2

8'000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht


3

12'000 Menschen mit verbessertem Zugang zu Trinkwasser


WEITERE ENTWICKLUNGEN

Steigender Bedarf

Linda wächst weiterhin rapide. In den Jahren seit dem vorläufigen Projektabschluss 2015 wuchs der Compound von rund 30'000 auf über 50'000 Menschen an. Die neu entstehenden Quartiere sind nicht erschlossen, was bedeutet, dass immer noch viele Menschen lange Distanzen auf sich nehmen müssen, um an Wasser zu gelangen. Ausserdem übersteigt der Bedarf nach Wasser häufig die Leistung der Pumpen. Wasser ist deshalb weiterhin nicht jederzeit verfügbar.

Management

Die Koordination des lokalen Wasserversorgungs-Managements mit dem städtischen Wasserversorger LWSC ist mangelhaft. Dies führt zu unnötigen Mehraufwänden und erschwert administrative Abläufe, was u.a. Verzögerungen von konkreten Massnahmen nach sich zieht. Die Einführung eines Delegated Management Models soll die Vernetzung und den Austausch der Dachorganisation mit den lokalen Wasserversorgern stärken, indem die Koordination ausgebaut und Abläufe sowie Verantwortungsbereiche formalisiert werden.


Mädchen Wassertragen Linda

Strassenszene in Linda, Lusaka


WEITERSTÖBERN

WfW UNTERSTÜTZEN

Misisi 107

ICH ERMÖGLICHE WASSERZUGANG

Mit deiner Spende unterstützt du die Projektarbeit Afrika und förderst unter anderem den Aufbau einer nachhaltigen Wasserversorgung in Sambia.