HYGIENE FÜR GESUNDHEIT | WASSER FÜR WASSER (WfW)
Händewaschen bei der Hygieneschulung. WASSER FÜR WASSER (WfW).

HYGIENE FÜR GESUNDHEIT

Mit lokalen Partnerorganisationen unterstützen wir Projekte zur Verbesserung elementarer Sanitärversorgung in einkommensschwachen Stadtgebieten.


AUSGANGSLAGE

WASH für öffentliche Gesundheit

Im Südlichen Afrika leben nicht nur viele Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Noch mehr leben ohne Zugang zu sanitärer Grundversorgung. Dies hat weitreichende Folgen für die öffentliche Gesundheit. Um der Verbreitung von wasserbürtigen Krankheiten langfristig entgegenzuwirken, müssen der Wasser- und der Abwasserkreislauf ganzheitlich berücksichtigt werden. Dies wird unter dem Begriff WASH (Water, Sanitation and Hygiene) zusammengefasst.

Mangelnde Infrastruktur und Systeme

Die sanitäre Grundversorgung in vielen Gebieten Sub-Sahara Afrikas ist äusserst mangelhaft. Oft gibt es zu wenig sanitäre Anlagen, keine geregelte Aufbereitung von Schmutzwasser oder die Anlagen setzen Benutzer*innen dem Risiko aus, mit Fäkalien in Kontakt zu geraten. In urbanen Räumen hat nur jede vierte Person Zugang zu elementaren Handwaschanlagen.

Wasser als Krankheitsträger

Verunreinigtes Wasser ist einer der Hauptinfektionswege zur Übertragung von tödlichen Durchfallerkrankungen wie der Cholera. In vielen Fällen können die Krankheitserreger durch die Sinne nicht wahrgenommen werden. Umso wichtiger ist es, Wissen um die persönliche Hygiene, den Umgang mit Wasser sowie die weitreichenden Folgen für die Gesundheit zu vermitteln.


3 von 4 Menschen in Sub-Sahara Afrika haben keinen Zugang zu elementaren Sanitäranlagen.

Rund 10 % praktizieren öffentliche Defäkation. Die Dunkelziffer ist hoch.

Die Hälfte aller Krankenbetten der Welt ist belegt durch Personen, die an wasserbürtigen Krankheiten leiden.

40 % der Krankheiten, die aufgrund mangelnder Zugänge zu sanitärer Grundversorgung und Trinkwasser entstehen, werden an Schulen übertragen.


Hände waschen. WASSER FÜR WASSER (WfW).
Bairro Aeroporto B, Maputo / Lior Etter, WfW

HÄNDEWASCHEN

Im Südlichen Afrika haben im Schnitt lediglich 15 % Zugang zu elementaren Handwaschanlagen mit Seife und Wasser. Dieser Zugang ist so wichtig, dass die UNO ihn als Sustainable Development Goal (SDG) definiert.

Geschlechtergetrennte Toiletten in Maputo. WASSER FÜR WASSER (WfW).

GENDER

Von mangelnden sanitären Anlagen sind Mädchen und Frauen besonders betroffen. Hygieneartikel für die Menstruation sind praktisch keine vorhanden. Weniger als ein Drittel der Schulen bietet geschlechtergetrennte Sanitäranlagen an, was das Risiko von Belästigungen oder sexuellen Übergriffen erhöht. Viele junge Frauen bleiben deshalb der Schule fern, wodurch die Chancenungleichheit weiter verstärkt wird.

Neue Toilette in Maputo, Mosambik. WASSER FÜR WASSER (WfW).

TOILETTEN IN DER SCHULE

Mangelnder Zugang zur Sanitärversorgung wirkt sich stark auf den Schulalltag aus. Toiletten sind überlastet, Schüler*innen verrichten ihr Geschäft draussen und Krankheitserreger verbreiten sich schneller.

ZIELE

Um die WASH-Situation und somit die Gesundheitssituation in Siedlungen zu verbessern, setzen wir auf ein systematisches Vorgehen. Dabei verfolgen wir diese drei Ziele:

1

Der Verbreitung wasserbürtiger Krankheiten wirkungsvoll entgegenwirken


2

Chancenungleichheiten aufgrund der Geschlechter abbauen


3

Lokale Akteur*innen und Strukturen zielführend unterstützen und verknüpfen


MASSNAHMEN

Geschlechtergetrennte und rollstuhlgerechte Toiletten in Maputo. WASSER FÜR WASSER (WfW).

SICHERE SANITÄRE GRUNDVERSORGUNG

WfW ermöglicht mit lokalen Partnern den Aufbau von Sanitäranlagen. Ein Abwassermanagement sorgt für die Entnahme und den Transport der Fäkalien zur Abwasserreinigungsanlage.

Hygieneschulung in Maputo. WASSER FÜR WASSER (WfW).

REGELMÄSSIGE HYGIENESCHULUNGEN

Quartiervereine führen vor, während und nach dem Bau von Toilettenanlagen Hygieneschulungen von Tür zu Tür durch.

Frauen in Maputo. WASSER FÜR WASSER (WfW).
Hausbesuch zur Befragung und Sensibilisierung, durchgeführt von Mitglieder einer lokalen Partnerorganisation / Lior Etter, WfW

LOCAL OWNERSHIP

Lokale Partnerorganisationen involvieren Anwohner*innen von Anfang an in den Prozess und übergeben ihnen danach die Verantwortung. Dies setzt Anreize für einen nachhaltigen Umgang mit der Infrastruktur.

Lokale Partner. WASSER FÜR WASSER (WfW).
Morris Etter (1.v.l) im Gespräch mit lokalen Partnern / Isabelle Weber

LANGFRISTIGE PARTNERSCHAFTEN

WfW baut langfristige Beziehungen zu lokalen Partnerorganisationen auf und begleitet sie organisatorisch. Aufbauend auf der gemeinsamen Konzeption von Projekten sind diese die Hauptakteure der Umsetzung.

AKTUELLES PROJEKT

Gemeinschaftstoilette in Maputo, Moçambique. WASSER FÜR WASSER (WfW).

PROJEKT AEROPORTO B

Der Bau sanitärer Anlagen und weitreichende Hygieneschulungen verbessern die öffentliche Gesundheit des Quartiers.

WfW-PROJEKTARBEIT AFRIKA UNTERSTÜTZEN

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