Haushaltsanschluss in Burton, Sambia. WASSER FÜR WASSER (WfW).

PROJEKT BURTON

Durch das Trinkwasserprojekt in Burton erhalten rund 8'000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das alte Leitungsnetz wird ausgebaut und durch neue Haushaltanschlüsse ergänzt.


Ausgangslage

Im Stadtteil Burton leben 8'000 Menschen. Das Bevölkerungswachstum der letzten Jahre wird auf rund 3% geschätzt. Die Ausgangslage in diesem Projektgebiet ist eine andere als in den bisherigen WfW-Projekten in Lusaka. Durch das Projekt soll der Entwicklung, wie sie beim unkontrollierten Bevölkerungswachstum in den informellen Quartieren Lusakas zu sehen ist, entgegengewirkt werden.

Drei Viertel der Bevölkerung verfügt über einen Anschluss an das Wasserleitungsnetz. Die Wasserinfrastruktur ist jedoch generell veraltet, was die Versorgung der Bevölkerung erheblich erschwert. So hat nur ein kleiner Teil der Bevölkerung während 24 Stunden am Tag Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Grundsätzlich verfügt Burton jedoch über genügend Oberflächenwasser aus dem Sambesi-Fluss um die gesamte Bevölkerung mit Wasser versorgen zu können. Ein beträchtlicher Anteil geht jedoch durch Löcher in den Leitungen verloren, sogenanntes Non-Revenue Water.


Szene in Livingstone, Sambia. WASSER FÜR WASSER (WfW).

EinwohnerInnen
8'000

Wasserzugang
75% der Bevölkerung mit Anschluss an Wasserinfrastruktur, jedoch nur wenige mit Zugang während 24 Stunden am Tag

Non-Revenue Water
Rund 50%


MASSNAHMEN

Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen WSUP und SWSC haben wir uns das Ziel gesetzt, die Trinkwasserversorgung im Stadtteil Burton zu verbessern.

Wasserleitung in Livingstone, Sambia. WASSER FÜR WASSER (WfW).

LEITUNGSNETZ

Das sieben Kilometer lange Leitungsnetzwerk in Burton wird durch ein hochwertiges Leitungsnetz aus Hart-Polyethylen ersetzt. Diese Leitungen sind langlebiger und resistenter gegen Umwelteinflüsse.

Haushaltsanschluss in Burton, Sambia. WASSER FÜR WASER (WfW).

HAUSHALTANSCHLÜSSE

Rund 500 Wasserzugänge werden direkt in die Haushalte oder in Vorgarten von Häusern gezogen. Dies reduziert die Zeit, die aufgewendet werden muss, beträchtlich und verringert das Risiko einer Verunreinigung des Wassers auf dem Weg nach Hause.

Haushaltsanschluss in Livingstone. WASSER FÜR WASSER (WfW).

MITFINANZIERUNG

Der lokale Wasserversorger SWSC übernimmt den Lohnaufwand beteiligter ArbeiterInnen und deckt zwei Drittel der Kosten für die Haushaltsanschlüsse. Den restlichen Teil decken die KonsumentInnen.

Drama Show. WASSER FÜR WASSER (WfW).

SENSIBILISIERUNG

Drama-Shows und Tür-zu-Tür Besuche garantieren die aktive Involvierung der Lokalbevölkerung. Auf diese Weise wird auf die Vorteile von sauberem Wasser aufmerksam gemacht. Dies wertet die Gesundheit sowie die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung deutlich auf.

PARTNER

Logo SWSC. WASSER FÜR WASSER (WfW).

Southern Water & Sewerage Company

Unser Partner SWSC ist im lokalen Kontext ein leistungsstarker Wasserversorger mit vertrauenswürdiger Führung. Die nationale Regulierungsbehörde NWASCO vergibt jährliche Preise und hat SWSC auch 2017 als besten Versorger im Land ausgezeichnet.

SWSC ist dem Stadtrat von Livingstone unterstellt und für die Versorgung der ganzen Stadt zuständig.


Logo WSUP. WASSER FÜR WASSER (WfW).

Water & Sanitation for the Urban Poor (WSUP)

WSUP ist eine britische Multi-Sektor-Partnerschaft und in sieben afrikanischen Ländern aktiv. Das Ziel von WSUP ist es, in Zusammenarbeit mit städtischen Wasser- und Abwasserversorgern finanziell nachhaltige und zahlbare Versorgungssysteme für arme Stadtgebiete zu ermöglichen. WfW arbeitet direkt mit WSUP Zambia zusammen. WSUP übernimmt einerseits die Rolle der Mittlerorganisation zwischen WfW und LWSC, andererseits das Monitoring und Controlling der Projekte. Darüber hinaus ist WSUP in der Konzeption und Koordination der von WfW finanzierten Projekte involviert.


ERFOLGE

1

Über 7km Leitungsnetz und rund 500 Haushaltanschlüsse


2

Versorgung mit sauberem Wasser von mehr als 8'000 Menschen


3

Erstmals haben alle BewohnerInnen in Burton 24 Stunden am Tag fliessendes Wasser


WEITERE ENTWICKLUNG

Non-Revenue Water (NRW)

Verlorenes Wasser, so genanntes Non-Revenue-Water, ist eine institutionelle Herausforderung. Die Verantwortlichkeiten sind derzeit auf viele verschiedene Rollen verteilt, und es fehlt an einer Überwachung der Quellen der NRW. Dies erschwert eine effektive Verwaltung. Darüber hinaus gibt es keine städtische Abteilung, so dass die Sammelquoten in diesen Gebieten sehr niedrig waren. Mit der gezielten Unterstützung des lokalen Wasserversorgers SWSC wollen wir das NRW von 41% auf maximal 25% reduzieren. Diese und weitere Massnahmen sollen die Wasserversorgung und Lebensqualität in den ärmsten Quartieren Livingstone langfristig verbessern. Die Reduzierung von NRW ist ein wichtiger Schritt, um die Wasserressourcen nachhaltig zu bewirtschaften.


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